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Die Partysängerin Melanie Müller. Quelle: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dp

Nazi-Parolen bei Auftritt von Ballermannsängerin Melanie Müller: Jetzt ermittelt die Polizei

Leipzig. Die rechtsradikalen Äußerungen von Besuchern bei einem Auftritt der früheren RTL-Dschungelkönigin und heutigen Mallorca-Sängerin Melanie Müller (34) haben ein juristisches Nachspiel. Es werde wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig am Dienstag auf Anfrage.

Nachdem ein Video des Auftritts in Leipzig aufgetaucht war, hatte sich Müller am Montagabend von den rechtsradikalen Äußerungen distanziert. Die Sängerin erklärte bei Instagram, sie sei „bestürzt und empört“ über die Geschehnisse vom 17. September. „Ich möchte mich von derartigen Personen und Gedankengut klar und deutlich distanzieren und verurteile dieses auch aufs Schärfste.“ Mit Nazis und Rechtsradikalen habe sie nichts zu tun.

Nachdem von einigen Zuschauern Äußerungen mit eindeutig rechtsradikalem und nationalsozialistischem Gedankengut gefallen waren, habe sie sofort darauf hingewiesen, dass dies zu unterlassen sei, einige Personen seien daraufhin des Festzeltes verwiesen worden. „Als es zu weiteren derartigen Äußerungen kam, habe ich meinen Auftritt sofort abgebrochen und die Veranstaltung verlassen“, so Müller.

RND/dpa/seb