Im Juli wurde der Schutzzaun rund um das Kapitol abgebaut, nun soll er vor Protesten rechter Gruppen in der kommenden Woche erneut aufgestellt werden. Quelle: Jose Luis Magana/FR159526 AP/dpa

Washington: US-Kapitol soll vor Protesten eingezäunt werden

Washington. Das Kapitol in der US-Hauptstadt Washington soll vor einer geplanten Kundgebung rechter Gruppen in der kommenden Woche wieder eingezäunt werden. Die Absperrung mehrerer Straßen rund um das Kapitolgebäude und den Sitz des Obersten Gerichtshofs der USA sei Teil des noch nicht komplett fertiggestellten Sicherheitsplans für die Demonstration am 18. September.

Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch (Ortszeit) aus informierten Kreisen. Bei der Erstürmung des Kapitols durch gewaltbereite Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump am 6. Januar hatte es keine ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen gegeben. Danach stand monatelang noch ein Zaun rund um das Kapitol.

An Unruhen beteiligte Gruppen erneut erwartet

Bei der Kundgebung am 18. September wollen mehrere Gruppen zur Freilassung Hunderter Menschen aufrufen, die im Zusammenhang mit dem Sturm aufs Kapitol angeklagt wurden. Extremistische Gruppen wie die Proud Boys und die Oath Keepers, die auch an den Unruhen am 6. Januar beteiligt waren, werden erwartet.

Offiziell gab es noch keine Ankündigung zu zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. Die Vorsitzende im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, versicherte aber, man werde dafür sorgen, dass das Kapitol unbeschadet bleibe.

RND/AP