Wegen Nähe zu russischen Gaspipelines: Deutsche Gemeinde will keine Flüchtlinge aus Ukraine aufnehmen

Die Gemeinde Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern will keine Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen. Das berichtet die „Ostsee-Zeitung“, der die entsprechende Dienstanweisung von Bürgermeister Axel Vogt vorliegt. Das Seebad Lubmin befinde sich in einer erhöhten Bedrohungslage, erklärte Vogt, da die russischen Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 im Ort landen und sich ein Atom-Zwischenlager in direkter Nähe der Gemeinde befinde.

Die Aufnahme von Geflüchteten und die Vermittlung von Unterkünften in den Nachbargemeinden sei daher verboten. Dies diene dem Schutz der Bevölkerung: „Im Falle eines Anschlages besteht die Gefahr, dass die Auswirkungen auch umliegende Gemeinden treffen könnten“ heißt es in dem Schreiben.

Aktuell keine Informationen zu erhöhter Gefahrenlage

„Im Hinblick auf erste konkrete Verdachtsmomente bzw. in den letzten Tagen verübte Straftaten und aktuelle Einschätzungen ist von einer erhöhten Gefahrenlage im Industriegebiet auszugehen“, erklärt der Bürgermeister weiter. Der Polizei waren, laut einer Anfrage der „Ostsee-Zeitung“ vergangene Woche, keine Straftaten bekannt.

RND/ab