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Deutschland stellt den Bundeswehr-Einsatz im westafrikanischen Mali bis auf weiteres ein. (Symbolbild) Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Deutsche Soldaten verlassen Mali mit zivilem Flugzeug

Berlin. Die Bundeswehr lässt eine Gruppe deutscher Soldaten des UN-Kontingents im westafrikanischen Krisenstaat Mali nun mit einer zivilen Maschine ausfliegen. Die dortigen Behörden hätten die Genehmigung für einen Flug an diesem Donnerstag erteilt, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos bei Potsdam der Deutschen Presse-Agentur. Damit wurde eine Alternative geschaffen zum Flug mit einem Militärtransporter, für den es von der malischen Übergangsregierung keine Erlaubnis gegeben hatte. Die deutschen Soldaten sind Teil der UN-Mission Minusma.

Mali-Einsatz: Nationen stellen Forderungen an die UN

Das Auswärtige Amt hatte am Vortag erklärt, 16 truppenstellende Nationen hätten in New York einen Brief an die Vereinten Nationen übergeben und gefordert, dass sich die UN „jetzt noch stärker dafür einzusetzen, dass die Arbeitsbedingungen in Mali jetzt schnellstmöglich wieder normalisiert werden“. „Das hat für uns höchste Priorität“, sagte der Sprecher.

Frankreich hatte am Montag die letzten Soldaten seines Anti-Terror-Einsatzes „Barkhane“ aus Mali abgezogen und damit auch das Lager in Gao verlassen. Mali mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und gilt als politisch äußerst instabil. Seit dem jüngsten Putsch im Mai 2021 wird das Land von einer Militärregierung geführt, die von westlichen Staaten wegen enger Beziehungen zu Russland kritisiert wird.

RND/dpa