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Marcus Grotian Quelle: privat

Hilfe für afghanische Ortskräfte: Marcus Grotian erhält Auszeichnung

Das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte hat mehreren hundert Menschen geholfen, das Land zu verlassen. Ortskräfte, die nicht evakuiert werden konnten, unterstützte das Netzwerk vor Ort in Afghanistan. , Vorsitzender des Netzwerks, erhält dafür eine Auszeichnung des Niedersächsischen Flüchtlingsrates.

Hannover. Der Vorsitzende des Patenschaftsnetzwerks Afghanische Ortskräfte, , erhält in diesem Jahr den Dr. Matthias Lange-Fluchthilfepreis des Niedersächsischen Flüchtlingsrates. Die Auszeichnung wird am 17. September in Hannover verliehen, wie der Flüchtlingsrat am Donnerstag mitteilte.

Netzwerk evakuierte mehr als 330 Menschen

Grotian war den Angaben zufolge 2011 für siebeneinhalb Monate als Soldat in Afghanistan. Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 habe das in Eberswalde ansässige Patenschaftsnetzwerk mit Hilfe von Spenden bislang 334 Personen aus Afghanistan nach Deutschland evakuiert, hieß es.

Sichere Unterbringung und Hilfe im Behördendschungel

Überdies habe das Netzwerk Hunderten von den Taliban bedrohten Ortskräften und ihren Angehörigen durch das Anmieten von sicheren Häusern zur Seite gestanden und sie gegenüber deutschen Auslandsvertretungen bei der Bewältigung bürokratischer Hürden unterstützt: „All dies ist vor allem dem selbstlosen Engagement von zu verdanken“, erklärte der Flüchtlingsrat.

Der undotierte Preis erinnert an den Mitbegründer und langjährigen Vorsitzenden des Flüchtlingsrates, Matthias Lange, der 2006 starb. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben.

RND/epd