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Studierende sitzen in einem Hörsaal in Heidelberg. Studierende und Auszubildende erhalten eine einmalige Energiepreis­pauschale von 200 Euro. Quelle: Uwe Anspach/dpa

Energiepreispauschale für Studierende: Wie erhält man die 200 Euro?

Berlin. Angesichts steigender Energiekosten erhalten Studentinnen und Studenten in diesem Winter vom Staat einmalig 200 Euro. Auch Fachschülerinnen und Fachschüler profitieren von der Energiepreispauschale.

Die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP hatte bereits Anfang September die finanziellen Entlastungen versprochen. Erstmals profitieren jetzt auch bestimmte Personengruppen direkt von den Zahlungen, die zuvor weitgehend leer ausgegangen waren – zum Beispiel Studierende.

In der Vergangenheit gab es bereits Hilfen für Studierenden, die Bafög erhalten. Außerdem profitierten Studierende im Sommer vom 9‑Euro-Ticket im öffentlichen Nahverkehr. Da aber viele weitere Maßnahmen nur Personen mit einem steuerpflichtigen Einkommen entlasten, fielen Studierende oft durch das Raster. Deshalb hat die Regierung eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro beschlossen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Haben nur Studierende Anspruch auf die 200-Euro-Einmalzahlung?

Laut Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) profitieren von der Zahlung rund 3,5 Millionen junge Menschen. Die 200 Euro können alle erhalten, die am 1. Dezember dieses Jahres an einer Hochschule eingeschrieben oder sich zu diesem Zeitpunkt in einer Fachschul- oder Berufsfachschulausbildung befinden. Auch Teilzeitstudierende, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Dualen Studium, ausländische Studierende und diejenigen, die zurzeit ein Urlaubssemester machen, sollen Anspruch auf die Zahlung haben. Rentner, die an einer Universität eingeschrieben sind, haben ebenfalls Anspruch auf das Geld.

200 Euro für Studierende: Wann soll das Geld ausgezahlt werden?

Anfang des kommenden Jahres soll mit den Auszahlungen an Studierende sowie Fachschülerinnen und -schüler begonnen werden. Dafür ist allerdings noch ein kurzfristiger Beschluss des Bundestags notwendig. Wann das Parlament über die Energiepreispauschale berät, ist noch unklar. Bis zum 21. Dezember soll das Gesetz in Kraft treten, kündigte die Bundesregierung an.

Die Energiepreispauschale ist steuerfrei. „Sie soll weder bei einkommensabhängigen Leistungen und Sozialleistungen noch bei Sozialversicherungsbeiträgen zu berücksichtigen sein“, erklärt die Bundesregierung. Arbeiten Studierende also neben dem Studium, werden die 200 Euro nicht als Einkommen angerechnet.

Wie funktioniert die Auszahlung der Energiepreispauschale an Studierende und Fachschüler?

Das Geld wird nicht automatisch auf die Konten überwiesen, wie es etwa bei der Einmalzahlung für Rentnerinnen und Rentner der Fall ist. Stattdessen wird eine Website eingerichtet, auf der die berechtigten Personen ihren Anspruch auf die Einmalzahlung über 200 Euro anmelden können. Die Plattform befindet sich derzeit noch im Aufbau. „Die für eine unmittelbare Auszahlung nötigen Daten, wie zum Beispiel die Bankverbindungen, liegen leider so nicht vor“, begründet die Bundesregierung das Verfahren.

Wird es noch weitere Entlastungen für Studierende geben?

Ja, zumindest für einen Teil der Studierenden. Junge Leute in der Ausbildung, die Bafög-Leistungen bekommen, erhalten für diesen Winter außerdem Heizkostenzuschüsse in Höhe von insgesamt 575 Euro.

mit Agenturmaterial

Von Simon Cleven/RND